Systemintegration durch “Armut”

Veröffentlicht in Architektur am 23.11.2008

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Im Rahmen meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich gerade mit dem Teilthema Systemintegration. Insgesamt habe ich zwei Ziele der Integration von Systemen identifiziert.

  1. Konsistenzsicherung
    Die Integration wird zur Vermeidung von Mehrfacherfassungen eingesetzt, damit die Daten in allen beteiligten Systemen konsistent sind.
  2. Informationsintegration
    Die Integration wird für den globalen Zugriff auf die Unternehmensdaten genutzt. Alle beteiligten Informationssysteme werden integriert, damit auf die unternehmensrelevanten Daten zugegriffen werden kann.

Da ich allerdings bei meiner täglichen Arbeit auch immer wieder mit dem Thema konfrontiert werden, prägte ein Kollege bei einer Diskussion ein weiteres Ziel der Integration: Integration durch Armut. Dieser eher scherzhaft gemeinten Aussage kann ich aber durchaus was abgewinnen. Denn man neigt schon eher dazu, viele kleine Systeme die vielleicht sogar Open-Source-Systeme sind aufgrund der Informationsintegration zu verbinden. Würde die IT-Landschaft nun aus einer großen sehr teuren Anwendung bestehen (sagen wir SAP), hätte man vermutlich weniger komplett integrierte und vermischte Anwendungen. Man würde sich einfach damit zufrieden geben was man hätte und nicht ständig nach einer Möglichkeit suchen doch noch den bereits vorhandenen Datenbestand zu nutzen…

Mashups eine Art der Anwendungsintegration

Veröffentlicht in Architektur am 12.04.2008

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Mashups beziehen ihre Daten von verschiedenen Quellen, transformieren sie und stellen sie in einem anderen Kontext dar. Dieses Konzept verfolgt die Enterprise Application Integration (EAI) ebenfalls. Die Unterschiede liegen in der Umsetzung. Während EAI von der IT-Abteilung mittels Bus-Systemen umgesetzt wurde, werden Mashups im Frontend von den Usern umgesetzt. Bei der EAI ist also die IT im Mittelpunkt bei den Mashups der Benutzer. Beispiele dafür gibt es genug: Google Mashup Editor, Google Maps API, Yahoo! Pipes usw. Wie können nun Unternehmen von dieser Art der Anwendungsintegration profitieren?

Für die Umsetzung eines Mashups gibt es aus architektonischer Sicht viele Lösungsmöglichkeiten. Wenn man allerdings die beiden „Extreme“ unterscheidet, spricht man von Server-Side Mashup und von Client-Side Mashup. Diese lassen sich noch weiter unterscheiden, wie in dem Blog von Dion Hinchcliffe zu lesen. Wenn also die IT-Ableitung eines Unternehmens Server-Side Mashups erstellt bedient Sie sich Frameworks, die das agile erstellen von Web 2.0-Anwendungen erleichtern. Die bereits bestehenden Anwendungen müssten nur mit APIs angereichert werden, damit eine Integration möglich ist. Hierfür bieten sich RESTful Webservice an, die in der Server-Side Mashup integriert werden. Aber auch andere Technologien lassen sich einfach integrieren. RSS/ATOM Feeds, SOAP-Webservices oder Screen scraping um nur einige davon zu nennen. Durch das „Mashen“ solcher Dienste bestenfalls aus Legacy-Anwendungen kann im Frontend mittels AJAX eine neue Anwendung entstehen, die Geschäftsprozesse abbildet, leicht erweiterbar ist und nicht so komplex wie der Serviceorientierte Ansatz. Man kann also davon ausgehen, dass Mashups ein leichtgewichtiger EAI-Ansatz ist.