Wieder eines meiner Lieblingsthemen. Enterprise 2.0 funktioniert in bestimmten fällen, wie man ja bereits verfolgen konnte. Dennoch scheint es ein Irrglaube zu sein, einfach die Tools aus dem Web 2.0 in die Unternehmen zu bringen und zu hoffen, dass die richtigen Experten ihr Wissen schon mitteilen. Denn auch Wikis, Blogs und sonstige Social-Software sind nur Tools die es richtig zu benutzen gilt.
In dieser Präsentation der T-Systems, die ich auf dem Blog Projektmanagement 2.0 gefunden habe, geht man auf dieses Thema ein. Hier zeigt man, wie mit neuen Tools alte Konzepte umgesetzt werden.
Ein Stück in drei Akten. Ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Ich bin selbst derzeit tief im Enterprise 2.0 Thema. Zwar nicht gerade beruflich – auch wenn wir dort bereits seit 2005 ein Wiki einsetzen – sondern aufgrund meiner Diplomarbeit. Hier streife ich natürlich das Thema Enterprise 2.0 im Rahmen von Mashups zur Systemintegration.
Soweit zur Theorie. Wie das in der Praxis aussieht zeigt uns die Synaxon. In deren Blog veröffentlichte Frank Röbers einen Beitrag über den Einsatz von Web 2.0 – Techniken im Unternehmensumfeld. Wie ich finde, ein gelungener Beitrag und wer schon immer wissen wollte wie sich Wikis auf die Strukturen und die Motivation der Mitarbeiter auswirken, sollte die Trimesterarbeit von Mario Günnewig lesen.
Physikalische Grenzen werden von den meisten Menschen akzeptiert. So besitzt das Licht eine nicht beeinflussbare Geschwindigkeit und kein Mensch wird jemals die 100m in sieben Sekunden laufen. Kein Handwerker baut Möbel nach Augenmaß und kein Architekt ein Haus ohne Berechnung der Statik. Dennoch werden genau diese Gesetzmäßigkeiten bei IT-Projekten immer wieder versucht zu umgehen. Es wird ein Projektplan aufgesetzt, der die Grenzen des Machbaren außer Acht lässt. Wenn also ca. 6 Personenmonate veranschlagt werden, ist es nicht mit 6 Personen in einem Monat realisiert. Oder anders ausgedrückt: „Wenn ein Schiff vier Tage braucht um den Atlantik zu überqueren, wie lange brauchen also zwei Schiffe…“.
Für jeden gegeben Funktionsumfang eines Software-Systems existiert eine minimale Projektlaufzeit und ein minimales Budget, welches kein Projektteam der Welt in der Lage ist zu unterschreiten. Ich kann mir also nur vorstellen, dass es sich um Wunschdenken im Management handelt solche Projekte zu verabschieden (siehe Punkt 6 in diesem Beitrag).
Die Grenzen der Machbarkeit beruhen auf einfachen Prinzipien wie ich in diesem Beitrag bereits erwähnt habe. Und wer ein Projekt mit unrealistischen Rahmenbedingungen unternimmt sollte vielleicht doch noch mal den Zollstock zur Hand nehmen
Bildquelle: www.piqs.de/ Knipsermann, Wir bauen ein Haus!
Wikis sind derzeit in aller Munde. Die Unternehmen experimentieren mit diesen einfachen Tools, um das vorhandene Wissen zu bündeln. Auch ich habe bereits eine Wiki-Plattform eingeführt und wenn man nach der vermeintlich besten Strategie zur Einführung sucht, wird man schnell fündig. Zu nennen einerseits der Blog von //SEIBERT/MEDIA oder vielleicht ein Beitrag in der Computerwoche zur Einführung eines Wikis.
Vorerst meine Meinung. Ich denke nicht, dass jede Abteilung oder Firma geeignet ist ein Wiki zu nutzen, da es doch sehr stark die vorhandenen Denk- und Arbeitsweisen in Frage stellt. Häufig sind auch die kreativen Freiräume, die ein Wiki gewährt, vom Management nicht gewünscht. Daher muss dies bereits in der Vorplanung mit berücksichtigt werden. Darüberhinaus gibt es zwei Arten der Wiki-Einführung.
Als schleichender Prozess, der meist von der IT-Abteilung initiiert wird
Als geplantes Projekt
Ich beschäftige mich mit dem zweiten Ansatz, der allerdings höhere Erwartungen an das Wiki stellt und den Beteiligten eine kürzere Lernphase abverlangt. Die genannten Punkte habe ich mal in einer Mindmap zusammen getragen und hoffe so, anderen eine Arbeitsgrundlage zur Verfügung stellen zu können.